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Vogalonga – ICH habe es geschafft

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Sonntagmorgen 5.45 Uhr sind wir gemeinsam mit zehn anderen Kajakfahrern von Camp Capalonga in Richtung Venedig losgefahren. Nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt kamen wir in Venedig an und haben die Parkplätze (wohlgemerkt kostenlose Parkplätze – Geheimtipp!!) gefunden, die Giovanni uns empfohlen hatte.

Um 7.45 Uhr waren die Kajaks im Wasser und wir sind durch die Kanäle von Venedig in Richtung Markusplatz gefahren, wo um 9.00 Uhr der Start geplant war. Shain und ich hatten uns natürlich für das Rennen angemeldet, aber uns fehlte noch eine offizielle Startnummer. Diese Nummer mußten wir noch im Veranstaltungsbüro abholen, was relativ lange gedauert hat, da man uns einige Male in die falsche Richtung geschickt hat. Aber um 8.45 Uhr haben wir unsere Nummer bekommen und sind zum Markusplatz gefahren, um auf das Startsignal zu warten.

Pünktlich um 9.00 Uhr ging es los, 1600 angemeldete und eine weitere Anzahl Fahrzeuge ohne Anmeldung sind losgefahren, Wahnsinn! Es waren die verschiedensten Boote darunter, auch welche mit «Handantrieb», wie z.B. Drachenboote, Kajaks, Ruderboote, Gondeln etc.

Vor dem Rennen habe ich damit gerechnet, dass ich nur wenige Kilometer schaffen würde, aber dann habe ich gar nicht gemerkt, wie weit ich bereits gefahren war, weil es einfach unglaublich interessant war und es so viel zu schauen gab. Erst als wir den ersten Stop eingelegt haben, um etwas zu essen, stellte ich fest, dass wir bereits 12 Kilometer gefahren waren und nur noch 3 Kilometer bis zum Wendepunkt in Burano vor uns hatten – da habe ich langsam angefangen zu glauben, dass ich es vielleicht doch schaffen würde.

In Burano (super nette Stadt mit vielen bunt angestrichenen Häusern) sind wir durch die Stadt gefahren. Hier gab es Verpflegung (Wasser, Banane und Fanta), die wir uns im Vorbeifahren schnell geschnappt haben. Viele sind hier ausgestiegen und haben sich einen Lunch in einem der gemütlichen Restaurants gegönnt, aber Shain und ich sind weitergefahren, ich habe mich einfach nicht getraut, hier auszusteigen.

Nach Burano kam nun der härteste Teil der Strecke: 6 – 8 Kilometer „offenes“ Meer. Ich machte immer wieder kleine Pausen, aber Shain hat uns unermüdlich vorwärts gebracht, so daß wir auch diesen Teil der Strecke geschafft haben. Der nächste Meilenstein war Murano (das für sein wundervolles mundgeblasenes Glas bekannt ist). Ab hier wurde nun der Turm auf dem Markusdom immer größer, was uns doch sehr motiviert hat.

Wir kamen nun zum Nadelöhr der Strecke, dem Stadtteil Cannaregio, der schon sehr voll war, was man auch auf unserem Video erkennen kann. Doch nach etwa 15-20 Minuten waren wir auch durch das Nadelöhr, und fuhren weiter in Richtung Canale Grande. Dieser letzte Teil der Strecke war absolut problemlos zu fahren, obwohl ich nun doch sehr müde war. Aber entlang der ganzen Strecke und auf den Brücken standen so viele Leute, die uns angefeuert haben mit «Forza! Forza!», das hat mich unglaublich beflügelt – einfach ein super Gefühl.

Um etwa 14 Uhr waren wir über die Ziellinie beim Markus- Platz, erhielten dann unsere Medaille und ein Diplom. Um 14.45 Uhr waren wir aus dem Wasser, nach fast sieben Stunden im Kajak. Ich war sehr, sehr stolz. Manchmal hat es zwar unterwegs richtig wehgetan!, sehr sogar, aber das Gefühl, die 30 Kilometer geschafft zu haben, war einfach unbeschreiblich. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, so etwas einmal mitzumachen – ich werde es auf jeden Fall wieder einmal tun!!

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2 Comments

  1. Herzlichen Glückwunsch!
    Habe schon die letzten Tage auf diesen Bericht gewartet!

    Tolle Leistung und sicher ein schönes Erlebnis, welches im Herzen bleibt.

    LG Tina

  2. Danke Tina,

    War einfach fantastisch, kann ich jeden nur empfehlen so was auszuprobieren, die Krönung war natürlich durch Venedig zu fahren.

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